Lässt Du Dir von bestimmten Situationen den Tag vermiesen?

Bist Du Deinen Gefühlen ausgeliefert oder kannst Du bestimmen wie Du mit Situationen umgehst, damit Du Dich gut fühlst?

Die Sache mit den Gefühlen und den Bedürfnissen

Gefühle sind manchmal wie eine Achterbahnfahrt.

Erstens geht es ständig auf und ab und man weiß nie, was als nächstes kommt – vielleicht ein Looping? Vielleicht der nächste große Abgrund?

Gefühle kommen und gehen, bisweilen in einer Geschwindigkeit, die wir anscheinend nicht selbst entscheiden können.

Mal wechselt die Stimmung minutenweise, weil viele unerwartete Ereignisse auftreten, ein anderes Mal bleibt ein unangenehmes Gefühl den ganzen Tag erhalten – zum Beispiel das schlechte Gewissen, wenn man vom Bus-Geld von Mama doch Süßigkeiten im Tante-Emma-Laden gekauft hat…

Zweitens fühlen wir uns manchmal „ausgeliefert“, „machtlos“ und „fremdgesteuert“, nicht nur was die Geschwindigkeit, sondern auch die Art der Gefühle betrifft.

„Wie kann er es wagen, mir die Vorfahrt zu nehmen??“ und schon ist ein negatives Gefühl da, mag es Wut oder Empörung sein, und ein anderer ist schuld. „Ich kann nichts dafür, dass ich so schlecht drauf bin, der Idiot heute Morgen hat mir den ganzen Tag versaut!“ Sagt dann vielleicht eine kleine Stimme im Kopf.

Ist es so einfach und doch ausweglos? Haben wir nicht doch Möglichkeiten, die Achterbahnfahrt selbst zu steuern? Sowohl die Richtung als auch die Geschwindigkeit?

Über Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen ist ungewohnt. Die meisten Menschen haben das nicht gelernt, haben keine Wörter, um sich auszudrücken oder sind zu unsicher wie der Gegenüber reagiert, wenn sie es tun.

Zunächst einmal ist es interessant, wie Gefühle überhaupt entstehen:

Hinter jedem Gefühl steht ein Bedürfnis. Je nachdem, ob das Bedürfnis erfüllt ist oder nicht, entsteht dann ein positives oder ein negatives Gefühl.
Zum Beispiel das Bedürfnis nach Freundschaft: Wenn es erfüllt ist, können Gefühle wie Wärme, Glück und Dankbarkeit entstehen. Ist es nicht erfüllt, treten Gefühle wie Einsamkeit oder Traurigkeit auf.

Daneben gibt es noch sogenannte Pseudogefühle: Das sind alle Worte, die wir in der täglichen Sprache als Gefühle verwenden, die aber eigentlich nur die Verantwortung von uns zu jemand anderem schieben. Zum Beispiel „Ich fühle mich ausgenutzt.“ Impliziert, dass jemand anderes schuld ist.
Außerdem ist das Gefühl in diesem Fall eher Frust oder Wut, die wir ausgelöst durch eine bestimmte Situation empfinden.

Handlungen von Menschen und Situationen sind immer nur der Auslöser von Gedanken, auf die dann Gefühle folgen.

Die gute Nachricht ist: Man kann selbst entscheiden.
Selbst entscheiden, was man denkt, wie viel Raum man einem Gefühl gibt und wie man damit umgeht.

Bei der Entstehung von Gefühlen sind die eigenen Gedanken entscheidend.
Wenn ich davon ausgehe, der andere hat böse Absichten, reagiere ich mit ganz anderen Gefühlen, als wenn ich denke, dass er es einfach nicht besser weiß.
Es bedarf etwas Übung, aber man kann lernen die eigenen Gedanken zu beobachten und zu steuern.

Wenn man genau hinhört, was die Gedanken so sagen, kann man eingreifen und sich selbst fragen: Kann es auch ganz anders sein? Gibt es auch etwas Gutes an dieser Situation?

Wenn Gefühle da sind, ist es wichtig auch ihnen zuzuhören, genau zu beobachten was das jetzt für ein Gefühl ist. Das ermöglicht dann einen guten Umgang mit ihnen.
Ich hatte schon manches Mal erlebt, dass irgendeine Situation ein negatives Gefühl ausgelöst hat – und ich wurde es einfach nicht mehr los, ich wusste nicht wie komme ich hier wieder raus? Ich will gar nicht mehr schlecht gelaunt sein!

Das Geheimnis liegt darin, hinter das Gefühl zu schauen. Hinter jedem negativen Gefühl liegt ein Bedürfnis, das nicht erfüllt ist.
Das Bedürfnis zu identifizieren ist der Anfang. Danach kann ich mich fragen: Was würde mir jetzt helfen, das Bedürfnis zu erfüllen? Was kann ich selbst tun? Um was kann ich meine Mitmenschen bitten?
Meistens gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten.

Wichtig hierbei ist noch, dass daraus kein Vorwurf oder ein Befehl an einen anderen Menschen wird, sondern eine Bitte. 

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